Rueckrufaktion Code 23X6 letzte Frist

Audi-Abgasskandal: Kraftfahrt-Bundesamt setzt Haltern letzte Frist für die Rückrufaktion Code 23X6

01.07.2021 – Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) fordert derzeit Halter von Dieselfahrzeugen der Marke Audi mit 3,0-Liter Motor ultimativ zur Durchführung der Rückrufmaßnahme mit dem Code 23X6 auf. Das KBA droht hierin mit der Übermittlung der Halterdaten, wenn die verpflichtende Rückrufaktion nicht durchgeführt wird. Viele Besitzer von betroffenen Audis (betroffene Modelle abrufbar unter: https://vonbuttlar.com/dieselskandal/audi/) sind verunsichert und stellen sich die Frage, warum ein Software-Update aufgespielt werden soll und welche rechtlichen Möglichkeiten offenstehen. Von Buttlar Rechtsanwälte vertreten über 4.000 Geschädigte im Abgasskandal und wissen, wie man auf eine solche Aufforderung am besten reagiert.

Was passiert, wenn das Update nicht aufgespielt wird?

Der Rückruf wurde angeordnet, weil Audi eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet hat. Das KBA schreibt:

„Grund hierfür ist, dass in der Steuergerät-Software des auf Sie zugelassenen Fahrzeugs eine Abweichung von den Abgasemissionsvorschriften in Form einer unzulässigen Abschalteinrichtung festgestellt wurde, welche zur Herstellung der Vorschriftsmäßigkeit des Fahrzeugs entfernt werden muss.“

Unzulässige Abschalteinrichtungen stehen im Zusammenhang mit dem Dieselskandal. Einige Hersteller wie zum Beispiel Volkswagen oder Audi verwendeten unzulässige Abschalteinrichtungen, obwohl diese verboten sind. Die Abschalteinrichtungen bewirken, dass das Fahrzeug erkennt, wann es sich auf dem Prüflaufstand befindet und der Abgasausstoß geprüft wird und wann nicht. Bei Erkennen der Prüfsituation verändert sich das Abgasverhalten: Die Fahrzeuge stoßen deutlich weniger Schadstoffe aus als im realen Fahrbetrieb. Der Vorwurf lautet: Die Hersteller verwendeten diese Abschalteinrichtungen, um den Prüfbehörden vorzugaukeln, dass das Fahrzeug die neusten Abgasvorschriften einhält, obwohl das tatsächlich nicht der Fall war. Das KBA ist daher der Auffassung, dass diese Abschalteinrichtungen nicht erlaubt sind und entfernt werden müssen.

Da der Rückruf für die Fahrzeuge der Marke Audi bestandskräftig ist, muss das Update zwingend durchgeführt werden, ansonsten droht die Untersagung des weiteren Betriebs auf öffentlichen Straßen gemäß § 5 Abs. 1 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). Damit geht natürlich auch ein herber Wertverlust der Fahrzeuge einher.

Folgen des Updates bei Audi Fahrzeugen mit 3.0 Liter Motor

In vielen Autoforen und von Seiten vieler Experten wird davor gewarnt, das vom Hersteller zur Verfügung gestellte Update durchzuführen. Durch die Veränderung an der Motorsteuerung werden nachteilige Veränderungen an verschiedenen Fahrzeugteilen befürchtet. Diese Befürchtung ist nach Ansicht der von Buttlar Rechtsanwälte zwar berechtigt, jedoch bestehen für die Betroffenen rechtlich kaum Möglichkeiten, sich gegen die angedrohte Stilllegung zu wehren. Da die verwendeten Abschalteinrichtungen illegal sind, dürfen die Fahrzeuge nicht für den Straßenverkehr zugelassen werden. Vor Durchführung der Rückrufaktion sollte aber in jedem Fall eine Beratung bei einer erfahrenen Rechtsanwaltskanzlei eingeholt werden, denn die Durchführung des Updates kann zum Verlust von Rechten und Ansprüchen führen.

Gute Chancen für Schadensersatz bei Rückrufaktion 23X6

Dennoch müssen sich die Betroffenen nicht damit abfinden, dass sie ein vom Abgasskandal betroffenes Fahrzeug haben. Es gibt inzwischen viele Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH), wonach betroffenen Fahrzeugbesitzern in vergleichbaren Fällen Schadensersatzansprüche zustehen. Auch hat der BGH bereits klargestellt, dass eine unzulässige Abschalteinrichtung einen Mangel darstellt. Denkbar sind daher auch Ansprüche gegenüber dem Verkäufer.

Handlungsoptionen für Betroffene:

  • Was die Kanzlei von Buttlar Rechtsanwälte kostenfrei für Sie tun kann:
  • Prüfung, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist.
  • Ersteinschätzung, ob mit Aussicht auf Erfolg Gewährleistungs- oder Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.
  • Bei vorhandener Rechtsschutzversicherung: Durchführung einer Deckungsanfrage.

Die Kanzlei von Buttlar Rechtsanwälte

  • steht für effiziente, kostentransparente und risikobewusste Rechtsdurchsetzung.
  • betreut mit zehn Anwälten mehr als 4.000 Besitzer von Dieselfahrzeugen.
  • wird speziell im Dieselskandal von Rechtsschutzversicherungen empfohlen.
  • wird von Mandanten bei anwalt.de durchschnittlich mit 4,9 von 5 Sternen bewertet