VW Skandal

VW-Abgasskandal: Von Buttlar Rechtsanwälte kooperiert mit Marktführer

21.08.2017 – Die enttäuschenden Ergebnisse des Dieselgipfels, die Kartellvorwürfe gegen die Autohersteller Volkswagen, Audi, Porsche, BMW und Daimler sowie die an Fahrt zunehmende Diskussion um die Einführung von Sammelklagen in Deutschland haben viele bisher unentschlossene Autobesitzer dazu bewegt, ihre Rechte im Abgasskandal wahrzunehmen.

2,5 Millionen betroffene Autokäufer

In Deutschland sind rund 2,5 Millionen VW-, Audi-, Skoda- und Seat-Fahrzeuge vom Abgasskandal betroffen. In erster Linie geht es um bestimmte von Dieselmotoren angetriebene Modelle mit 1.2, 1.6 und 2.0 Litern Hubraum. Bei den betroffenen Fahrzeugen sorgt die Motorsteuerung dafür, dass der Motor auf Prüfständen weniger Schadstoffe und vor allem Stick­oxid ausstößt. Im echten Fahrbetrieb ist der Motor dagegen auf Effizienz und Leistung getrimmt und stößt mehr Schadstoffe aus... weiter

VW Skandal: Autokäufer müssen Fristen beachten

22.09.2016 - Auch ein Jahr nach Bekanntwerden des VW-Abgasskandals sind lange noch nicht alle von der Manipulation betroffenen Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat und Skoda in die Werkstätten zurückgerufen worden. Zudem ist unklar, ob die Mängel an den Fahrzeugen durch die vorgesehenen Nachbesserungen überhaupt vollständig behoben werden. Betroffene Autokäufer, die über rechtliche Maßnahmen nachdenken, sollten deshalb die einschlägigen Fristen kennen.

Gewährleistungsansprüche haben kurze Verjährungsfristen 

Gewährleistungsansprüche, wie Rücktritt vom Kaufvertrag oder Minderung des Kaufpreises, verjähren in zwei Jahren nach Ablieferung des Fahrzeugs. Etwas Zeit haben somit noch diejenigen Käufer, die ihren Neuwagen 2015 erhalten haben. Wer sein Auto im Herbst oder Winter 2014 bekommen hat, sollte aber jetzt aktiv werden, wenn er seine Gewährleistungsansprüche nicht verlieren will.

Neben den Gewährleistungsansprüchen kommen so genannte deliktische Schadensersatzansprüche gegen den Hersteller in Frage. Solche Ansprüche verjähren drei Jahre nachdem der Käufer von der Abgasmanipulation erfahren hat... weiter

VW Skandal: Den Aktionären droht Verjährung am 19.09.2016

11.08.2016 – Das Landgericht Braunschweig gibt mit einem aktuellen Beschluss den Startschuss für das Musterverfahren. Anleger profitieren von den Vorteilen dieses Verfahrens aber nur, wenn ihre Schadensersatzansprüche nicht verjähren.

Startschuss für Musterverfahren ist gefallen

Das Landgericht Braunschweig hat am 05.08.2016 einen Beschluss erlassen, wonach die Schadensersatzklagen gegen VW im Rahmen eines Musterverfahrens vor dem Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig fortgesetzt werden sollen. Der Musterkläger wird voraussichtlich frühestens im letzten Quartal 2016 ausgewählt.

Das Musterverfahren bietet zahlreiche Vorteile für die einzelnen Anspruchsteller. In diesem Verfahren werden Tatsachen- und Rechtsfragen einheitlich durch das OLG Braunschweig entschieden... weiter

VW Skandal: Schadensersatz für Abgas-Tricks?

05.11.2015 - Der Abgas-Skandal bei Volkswagen könnte den Wolfsburger Autobauer härter treffen als bislang bekannt: Rechtsexperten im Bundestag gehen davon aus, dass Käufer betroffener VW-Modelle unter Umständen sogar den Kaufpreis zurückfordern könnten.

Gutachten macht VW-Kunden Hoffnung

Durch Abgasmanipulationen geschädigte Volkswagen-Kunden können unter bestimmten Bedingungen Schadensersatz vom Hersteller verlangen oder gar vom Kaufvertrag zurücktreten. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in einer Bewertung für die Bundestagsfraktion der Grünen.

Die Prüfung möglicher zivil- und strafrechtlicher Folgen der VW-Abgasaffäre habe ergeben, "dass betroffene Verbraucher in derartigen Fällen neben etwaigen Gewährleistungsansprüchen gegenüber dem Verkäufer unter bestimmten Voraussetzungen wohl auch Schadenersatzansprüche direkt gegenüber dem Hersteller geltend machen können", heißt es in dem Gutachten.

Den Kaufpreis zurückfordern?

Der Wissenschaftliche Dienst hält es für naheliegend, dass bei den manipulierten Fahrzeugen ein Sachmangel vorliegt. Dem Käufer stünden in diesem Fall Gewährleistungsansprüche zu. Könne der Mangel im Nachhinein nicht abgestellt werden oder liege eine "erhebliche Pflichtverletzung" vor, könne der Käufer vom Vertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurückverlangen. Eine solche erhebliche Pflichtverletzung wäre zum Beispiel, wenn ein Auto die Herstellerangaben zum Kraftstoffverbrauch um zehn Prozent oder mehr überschreiten würde... weiter

VW Skandal: Welche Ansprüche haben die Käufer betroffener Fahrzeuge?

16.10.2015 - Den öffentlichen Medien ist zu entnehmen, dass VW und andere Konzernunternehmen wie Audi auch in Deutschland Fahrzeuge vertrieben haben, welche die ausgewiesenen Abgaswerte, insbesondere die Stickstoffabgaswerte, nicht einhalten. Durch die steigende Bedeutung von Schadstoffemissionen bei der Kaufentscheidung sind hier Eigenschaften des Fahrzeuges betroffen, die für die Auswahl neben der Leistung und Ausstattung entscheidend sind.

Reicht die angebotene Umrüstung?

Der VW Konzern bietet nun an, die betroffenen Fahrzeuge (2,4 Millionen allein in Deutschland) kostenlos so umzurüsten, dass die angegebenen und gesetzlich vorgeschriebenen Abgaswerte nicht nur im Testbetrieb mittels manipulierter Software, sondern auch im Normalbetrieb eingehalten werden. Dies soll teils durch reine Änderung der Motorsteuerung (Software) teils durch bauliche Änderungen an der Abgasanlage erfolgen.

Dabei stellt sich zunächst die Frage, ob der Käufer eines betroffenen Fahrzeugs sich auf die Nachbesserung einlassen muss, oder ob er das Fahrzeug nicht einfach zurückgeben kann. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob die Nachbesserung des Fahrzeugs tatsächlich den geschuldeten Zustand herstellt. Insoweit lässt sich der Berichterstattung entnehmen, dass mit der Nachrüstung ein Nachlassen der Motorleistung, eine Steigerung des Verbrauchs und ein erhöhter Wartungsaufwand verbunden sein können. Auch der Wiederverkaufswert des Fahrzeugs kann betroffen sein, was letztlich aber von der subjektiven Einschätzung durch potentielle Gebrauchtwagenkäufer abhängt und noch gar nicht abzusehen ist... weiter

VW Skandal: Wir beantworten die fünf wichtigsten Fragen geschädigter VW-Aktionäre

Stuttgart, 06.10.2015 – Der Kurs der VW-Aktie ist seit Bekanntwerden der Manipulationen Mitte September um mehr als 40 % gesunken. Wegen dieser Kursverluste sind bereits erste Schadensersatzklagen beim Landgericht Braunschweig eingereicht worden. Für die betroffenen Aktionäre stellt sich die Frage, ob sie ebenfalls gleich aktiv werden sollen oder ob es besser ist, erst einmal abzuwarten und die weitere Entwicklung zu beobachten?

Bestehen überhaupt Erfolgsaussichten?

Ja, wenn VW im Zusammenhang mit der manipulierten Abgas-Software Ad-hoc Pflichten verletzt hat. Das Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Unternehmen wie VW zur unverzüglichen Veröffentlichung solcher Tatsachen, die den Börsenkurs der Aktien des Unternehmens erheblich beeinflussen können.

Medienberichten zufolge soll VW die Software, mit der die Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen manipuliert werden, seit 2009 verwenden. Seit 2012 geht das renommierte Institut ICCT (International Council on Clan Transportation) der Frage nach, wie viele Schadstoffe Dieselfahrzeuge tatsächlich ausstoßen. Tests ergaben, dass die Stickoxidwerte mehrerer VW-Fahrzeuge unter Realbedingungen deutlich höher lagen als auf einem offiziellen Prüfstand. Diese Erkenntnisse weckten erstmals den Verdacht einer Manipulation... weiter