Mercedes-Dieselmotoren

Dieselskandal: Rechte von Mercedes-Besitzern bei freiwilligem Rückruf

22.07.2019 - Im Sommer 2018 kündigte Daimler eine freiwillige Servicemaßnahme für mehr als drei Millionen Fahrzeuge in Europa an, um die Software des Motorsteuerungsgerätes von Dieselfahrzeugen zu aktualisieren. Dabei stehen Daimler-Fahrzeuge nahezu aller Serien mit Dieselmotor der Abgasnorm Euro 5 und Euro 6 im Fokus. Für einen Teil der Fahrzeuge ist kurz darauf ein verpflichtender Rückruf des Kraftfahrtbundesamtes ergangen. Von Buttlar Rechtsanwälte erklärt, was betroffene Mercedes-Besitzer beachten sollten.

 

Was bedeutet der freiwillige Rückruf für betroffene Mercedes-Fahrzeuge?

 

Hinsichtlich der angebotenen Mängelbeseitigung unterscheidet sich der freiwillige Rückruf nicht vom verpflichtenden Rückruf. In beiden Fällen sollen betroffene Mercedes-Besitzer bei Ihren Fahrzeugen ein Software-Update aufspielen lassen, um den Stickoxidausstoß ihrer Fahrzeuge zu reduzieren. Die Erfahrung im VW-Skandal hat jedoch gezeigt, dass die Durchführung des Updates eine Reihe von unkalkulierbaren Risiken nach sich ziehen kann.

 

Den betroffenen Fahrzeugen droht beispielsweise ein massiver Wertverlust... weiter

Betroffene Autobesitzer sollten zivilrechtliche Ansprüche prüfen. Die Stuttgarter Kanzlei von Buttlar Rechtsanwälte betreut aktuell rund 3.000 Geschädigte des Dieselskandals

Stuttgart, 26.06.2019 – Am vergangenen Freitag hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeordnet, dass 60.000 Mercedes-Diesel sofort zurück in die Werkstatt müssen. In den Fahrzeugen soll eine illegale Abschalteinrichtung verbaut worden sein, durch die sie auf dem Prüfstand weniger Schadstoffe ausstoßen als im realen Straßenverkehr. Betroffen sind Geländewagen des Modells GLK 220 CDI, die zwischen 2012 und 2015 gebaut wurden.

Schon im vergangenen Herbst hatte das Verkehrsministerium Daimler bei bestimmten Ausführungen des Geländewagens GLK und anderen Modellen illegale Abschalteinrichtungen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart war bei ihrer Prüfung auf insgesamt eine Million Verdachtsfälle gekommen, darunter der nun erneut ins Visier geratene Motor mit der Bezeichnung OM651. Konkret geht es um den Vierzylinder-Diesel mit der Abgasnorm Euro 5, den Daimler seit 2008 baut.

Unzulässige Abschalteinrichtung ist ein Sachmangel

Bislang musste Mercedes in Deutschland rund 280... weiter

Dieselskandal: Rechte von Mercedes-Besitzern bei angeordnetem Fahrzeugrückruf

08.07.2019 - Die Daimler AG musste auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes im Juni 2018 erstmals europaweit rund 700.000 Fahrzeuge zurückrufen. Davon befinden sich rund 280.000 Fahrzeuge in Deutschland. Wie im Fall des VW-Abgasskandals wird auch der Daimler AG vorgeworfen, bei Mercedes-Fahrzeugen die Abgas-Software manipuliert zu haben. Das KBA hat in mehreren Mercedes-Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen gefunden. Die Daimler AG muss daher im Rahmen eines verpflichtenden Rückrufs die betroffenen Fahrzeuge mit einer neuen Abgas-Software ausstatten.

 

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

 

Bei dem im Jahr 2018 vom Kraftfahrt -Bundesamt angeordneten Rückruf geht es um Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 6... weiter