VIP MEDIENFONDS

VIP Medienfonds 4: Musterentscheid macht Mut

16.01.2012 - Das Oberlandesgericht München entschied am 30.12.2011 (Az. KAP 1/07) in einem Musterverfahren gegen die UniCredit Bank und den Initiator des VIP Medienfonds 4, dass der Prospekt für den Fonds falsch und die Bank sowie der Initiator für die Prospektfehler verantwortlich sind. Der Musterentscheid hat Signalcharakter für tausende von Anlegern, die sich an ähnlich konzipierten Medienfonds beteiligt haben.

Hintergrund

Filmfonds wie der VIP 4 waren in den Jahren 1998 bis 2005 zehntausendfach als sichere Kapitalanlage und zur Steueroptimierung verkauft worden. Zahlreiche Anleger hatten anschließend geklagt, da die versprochenen Steuererleichterungen nicht eingetreten waren und sie stattdessen teils sogar hohe Verluste machten. Die Steuerbehörden sahen insbesondere keine Möglichkeit zur Verlustanrechnung und stellten oft Nachforderungen... weiter

Neues Prospekthaftungsurteil des Oberlandesgerichts München zum VIP Medienfonds 4

03.03.2010 – Nach zahlreichen Haftungsurteilen, die auf verschwiegene Kick-Backs gestützt wurden, hat das OLG München die Commerzbank nunmehr auch aus dem Gesichtspunkt der Prospekthaftung zu Schadensersatz verurteilt. Die Bank hatte dem Kläger eine Beteiligung in Höhe von EUR 50.000,00 an dem VIP Medienfonds 4 unter der Bezeichnung Garantiefonds empfohlen, obwohl das Fondskonzept gar keine echte Garantie vorsieht.

Im Urteil vom 08.02.2010 (Az. 17 U 2966/09, nicht rechtskräftig) kommen die Münchner Richter zu dem Ergebnis, dass die Commerzbank ihre Pflicht, das Kapitalkonzept des Medienfonds anhand der ihr zur Verfügung stehenden Prospekte auf Plausibilität zu prüfen, verletzt hat. Die Überschrift „Garantiefonds“ auf dem Prospekt sei objektiv unrichtig und habe beim Anleger falsche Vorstellungen über seine Beteiligung erweckt... weiter

Wie Vip sind die neuen Fälle?

07.10.2009 – Es ist kein Geheimnis, dass der Staat infolge der Finanzkrise Geld braucht. Nur deshalb, so argwöhnen viele Initiatoren, habe sich die Finanzverwaltung entschlossen, zigtausend Medienfonds-Anleger zur Kasse zu bitten. Betroffen sind all diejenigen Anleger, die in einen Medienfonds investiert haben, der mit einer so genannten Schuldübernahme ausgestattet ist. Mit diesem Instrument werden fest versprochene Lizenzzahlungen des Filmvertriebs an den Fonds abgesichert. Eine Bank übernimmt dabei die Schuld des Filmvertriebs. Dies verleiht dem Investment eine zusätzliche Sicherheit, was aus Sicht des Anlegers durchaus begrüßenswert ist.

Steuervorteile werden aberkannt
Die Finanzverwaltung will die Zahlungen aufgrund der Schuldübernahme aber anders als es in den Prospekten steht zu Beginn der Fondslaufzeit verbuchen und mit den Ausgaben für die Filmproduktionen verrechnen. Die angestrebte Verlustzuweisung am Anfang der Fondslaufzeit sinkt dadurch erheblich... weiter

VIP Medienfonds: Prozesse gegen die Commerzbank führen zum Erfolg

30.10.2008 - In den vergangenen Monaten machten immer mehr Anleger der VIP Medienfonds 3 und 4 erfolgreich Schadensersatzansprüche gegen die Commerzbank geltend. Nachdem zunächst das Landgericht München die Commerzbank in zahlreichen Fällen wegen fehlerhafter Anlageberatung verurteilte, ist nun ein bundesweiter Trend erkennbar. So gaben auch das Landgericht Hannover am 07.05.2008, das Landgericht Essen am 28.08.2008 und zuletzt das Landgericht Frankfurt am Main am 22.10... weiter