Fälle

Gute Erfolgsaussichten für Rückabwicklung

19.08.2009 - Für Medienfondsanleger hat sich zuletzt die BGH-Rechtsprechung positiv entwickelt. Anleger der Kaledo Dritte Productions GmbH & Co. KG haben deshalb gute Erfolgsaussichten, ihren Beitritt rückabzuwickeln und ihren Steuerschaden erstattet zu bekommen.

Aberkennung der Steuervorteile

Im April 2009 hat die Bayerische Finanzverwaltung entschieden, Anlegern ihre Steuervorteile abzuerkennen, die sie auf Grund ihrer Beteiligung an dem Medienfonds Kaledo Dritte Productions GmbH & Co. KG anfänglich erhalten haben. Das jeweils zuständige Wohnsitzfinanzamt wird die Anleger in den kommenden Wochen auffordern, Steuern zzgl. der angelaufenen Verzugszinsen in Höhe von 6 % pro Jahr nachzuzahlen. Die Forderung wird voraussichtlich ca. 50 % der Zeichnungssumme betragen.

Ungünstige wirtschaftliche Entwicklung

Zusätzlich zu dieser nicht vorgesehenen Belastung ist zu befürchten, dass sich das Investment in den Filmfonds auch wirtschaftlich in Schieflage befindet. Die Fondsgesellschaft hat für das Jahr 2008 nicht die versprochene Ausschüttung bezahlt.

Positive Rechtsprechungsentwicklung bei Medienfonds

In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Urteile, in denen es Anlegern in gleich gelagerten Fällen gelang, ihre Fondsbeteiligung vollständig rückabzuwickeln und den Schaden erstattet zu bekommen, der durch die Aberkennung der Steuervorteile entstand. Konkret können Anleger ihre Ansprüche richten gegen die DSL Bank, die den Fondsanteil teilweise finanzierte, und die beratende Bank, welche die Beteiligung vermittelte. 

Ansprechpartner: Rechtsanwalt Wolf von Buttlar